Die Schulen von heute entscheiden darüber, wie unsere Welt morgen aussieht, und ob unsere Kinder gut durch schwierige Zeiten kommen. Künstliche Intelligenz wird immer mehr Aufgaben übernehmen, zahlreiche Jobs werden wegfallen, andere neu entstehen. Verena Friederike Hasel widmet sich der Frage, was und wie Kinder im 21. Jahrhundert lernen sollten. Sie fährt an Orte in Finnland und Deutschland, wo die Zukunft schon begonnen hat. Sie erklärt die lernpsychologischen Grundlagen neuer Methoden, räumt mit verbreiteten Missverständnissen auf und entwirft ein sehr konkretes Bild davon, wie Lehrer und Lehrerinnen, Mütter und Väter Fähigkeiten wie Selbstregulation, Eigenverantwortung, Kreativität, Gemeinschaftsgefühl und Kommunikationsfähigkeit am besten fördern. Ein privates und politisches, ein theoretisches und praktisches Buch zu einem Thema, das alle umtreibt, denen Kinder am Herzen liegen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2023
Rezensent Alex Rühle spürt nach der aufschlussreichen Lektüre von Verena Friederike Hasels "Das krisenfeste Kind" so richtig Lust aufs Lernen - und mehr noch: Selten hatte der Rezensent ein so drängendes Bedürfnis, mal so richtig aufzuräumen im deutschen Schulsystem. Dieses Bedürfnis schafft die Autorin nicht etwa durch nörglerische Kritik am hiesigen System, sondern indem sie ein positives Gegenbeispiel empirisch schildert. Etliche Unterrichtsstunden hat die Berliner Psychologin und Journalistin in Finnland besucht, weiß Rühle - ihre Beobachtungen und Erkenntnisse beschreibt sie in ihrem Buch auf eindrückliche und absolut überzeugende Weise. Um nur eines von vielen Beispielen dafür zu nennen, was die Finnen und Finninnen besser machen: hier wird wesentlich mehr für Bildungsgerechtigkeit getan als in Deutschland, Einkommensunterschiede werden etwa dadurch ausgeglichen, dass nötige Utensilien von der Schule gestellt werden. Was Hasel allerdings nicht erwähnt: Dass laut Pisa Studie die soziale Herkunft der Kinder auch in Finnland ein immer größerer Faktor wird. Derartige Relativierungen lässt die Autorin bedauerlicherweise generell lieber aus, obwohl sie ihrer Studie nichts an Überzeugungskraft genommen hätten. Unbedingt lesenswert ist dieses Buch trotzdem, so der motivierte Rezensent.
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