Uwe Tellkamp

Die Carus-Sachen

Erzählung
Cover: Die Carus-Sachen
Edition Eichthal, Eckernförde 2017
ISBN 9783981706635
Gebunden, 96 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Im Rahmen einer Vater-Sohn Beziehung schildert der Arzt Uwe Tellkamp Leben und Werk seines berühmten Dresdner Vorgängers Carl Gustav Carus : Mediziner, Schriftsteller, Maler und - vor allem - Naturphilospoph. Der Buchgestalter Andreas Töpfer bettet die Erzählung ein in sein Dresdner Skizzenbuch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.03.2018

Rezensent Thomas Steinfeld nimmt die Tellkamp-Debatte zum Anlass, dessen von der Literaturkritik im vergangenen Jahr weitgehend übersehenes Büchlein "Die Carus-Sachen" noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. In den hier versammelten Skizzen und literarischen Übungen, begleitet von Andreas Töpfers wunderbar minimalistischen Illustrationen, wie Steinfeld hinzufügt, entdeckt der Kritiker nicht nur ein gelungenes Porträt des Malers, Arztes und Naturphilosophen Carl Gustav Carus, sondern auch ein nicht minder bemerkenswertes Porträt Dresdens in den späten Jahren der DDR. Vor allem aber bewundert der Rezensent die "analytische Klarheit", Präzision und die "leise" Sprache, mit der Tellkamp hier die Romantik lebendig werden lässt. Dass genau jener Autor aktuell mit "stumpfem Affekt" und Ressentiments gegen Einwanderung von sich reden macht, findet Steinfeld "furchtbar".

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 18.08.2017

Mehr als neun Jahre nach dem "Turm" ist mit "Die Carus-Sachen" der erste neue Prosaband von Uwe Tellkamp erschienen, verkündet Rezensent Elmar Krekeler und freut sich über ein Wiedersehen mit der Turmgesellschaft, die hier "an den Wänden wetterleuchtet", wie er meint. Dass die eigentliche Geschichte um die Hoffmanns und den Dresdner Arzt und Künstler Carl Gustav Carus nur etwa fünfzig Seiten umfasst, zudem auf einem bereits 2011 von Tellkamp veröffentlichten Essay beruht, geht für den Kritiker in Ordnung: In dem Gespräch zwischen Vater und Sohn Hoffmann über Romantik, Carus' Naturphilosophie, die Kunstform der Skizze und das DDR-System vernimmt er sofort den "angenehm kühlen" und "kristallinen" Erzählton des Autors - mit weniger Raunen allerdings. Und die Dresden-Skizzen des Buchgestalters Andreas Töpfers haben dem Kritiker ohnehin gut gefallen.

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