Ute Cohen
Glamour
Über das Wagnis, sich kunstvoll zu inszenieren

zu Klampen Verlag, Springe 2025
ISBN 9783987370311
Gebunden, 184 Seiten, 22,00 EUR
ISBN 9783987370311
Gebunden, 184 Seiten, 22,00 EUR
Klappentext
Glamour entsteht, wo sich Schönheit und Eleganz öffentlich inszenieren und in den bewundernden Blicken der Zuschauer spiegeln. Opulent und doch prekär, ganz präsent und doch kaum nahbar, ist die glamouröse Erscheinung eigens für den Moment geschaffen und beansprucht doch Dauer.Seine hohe Zeit hatte Glamour in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Aura der Leinwandstars das Kinopublikum in Bann zu schlagen vermochte. Er braucht das Rampenlicht, setzt Eigensinn und Risikobereitschaft voraus, ist verschwenderische Lust an der Selbstinszenierung. Glamour entfaltet seine Wirkung fast schockartig, verschlägt den Atem, macht sprachlos. Wer ihm begegnet, verlässt die Niederungen des Alltags. Obwohl wir heute im öffentlichen Raum fast ausschließlich von ästhetischer Tristesse umgeben sind, scheint das Verlangen nach solchen glanzvollen Auftritten zaghaft wiederaufzuleben. Ute Cohen jedenfalls erkennt in unserer Gegenwart ermutigende Anzeichen dafür, dass der Glamour seine bezwingende Strahlkraft nicht verloren hat.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2025
Rezensentin Anna-May Lohfeld staunt über Ute Cohens elegante Bildsprache. Stilistisch, findet sie, nähert die Autorin sich ihrem Thema in Anekdoten über "Historie und Zeitgeist" des Glamours sehr gut an. Dass Cohen in ihrem Essay mit den sogennanten "Tugendtotalitaristen" von Anbeginn ein Feindbild aufbaut, durch das sie den Galmour bedroht sieht, hält Lohfeld allerdings für übertrieben. Besser hätte sich Cohen auf die erfinderische Rolle der queeren Communities für den Glamour konzentriert, meint die Rezensentin. Die kommt nämlich zu kurz im Band, findet sie.
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