Ursula Sarrazin

Hexenjagd

Mein Schuldienst in Berlin
Cover: Hexenjagd
Diederichs Verlag, München 2012
ISBN 9783424350760
Gebunden, 288 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Jahrzehnte lang unterrichtete Ursula Sarrazin als Grundschullehrerin, zuletzt im Berliner Stadtteil Westend. Dort wurde sie Opfer einer beispiellosen Mobbingkampagne, die sie in den vorzeitigen Ruhestand trieb. Ihr mit Spannung erwartetes Buch ist ein Erfahrungsbericht und zugleich ein engagierter Beitrag zur aktuellen Schul- und Bildungsdebatte. Sie spricht aus, welchem Druck Lehrer heute ausgesetzt sind, welche Fehler Behörden, Politiker, Kollegen und Eltern im wichtigsten gesellschaftlichen Bereich - der Erziehung - tagtäglich machen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2012

Distanz ist, was der Autorin und ihrem Buch fehlt, meint Regina Mönch. Die Rezensentin bedauert das. Denn das Buch von Ursula Sarrazin, der Ehefrau von Thilo Sarrazin, meint sie, hätte durchaus das Zeug zu dem nachdenklichen Buch über die deutsche Schulmisere gehabt, als das es der Verlag anpreist. Dass es dann doch nur die nervtötende Rechtfertigungssuada einer erniedrigten und beleidigten Lehrerin geworden ist, liegt laut Mönch an der ungezügelten Bitterkeit der Autorin und der schwer verdaulichen Akribie der Aufarbeitung. Eines tatsächlich ja höchst unerfreulichen Falls von medialem Wahnsinn, möchte man noch hinzufügen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2012

Ursula Sarrazin wolle mit ihrem Buch "Hexenjagd" die Zweifel an ihrer Eignung als Lehrerin ausräumen, hält Johann Osel fest, doch stattdessen bestätigt Sarrazin sie. Ihre Probleme an Schulen schiebt sie auf andere Kollegen, auf dreiste Schüler und auf das Versagen der Eltern, resümiert der Rezensent seine Lektüre. Anstatt sich mit einer Kritik des Schulsystems oder mit Vorschlägen zu seiner Verbesserung aufzuhalten, habe Sarrazin ein "Ich-Buch" geschrieben, spottet Osel. Bezeichnend findet der Rezensent, wie sie sich darüber äußert, wenn Eltern ihren Kindern Spaß in der Schule wünschen: "Spaß habe man auf einer Kirmes, nicht in der Schule". Besonders ärgert Osel, dass der Verlag das Buch als "wichtigen Beitrag zur aktuellen Schul- und Bildungsdebatte" bewirbt.

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