Ulrich Woelk

Der Sommer meiner Mutter

Roman
Cover: Der Sommer meiner Mutter
C.H. Beck Verlag, München 2019
ISBN 9783406734496
Gebunden, 189 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Sommer 1969. Während auf den Straßen gegen den Vietnamkrieg protestiert wird, fiebert der elfjährige Tobias am Stadtrand von Köln der ersten Mondlandung entgegen. Zugleich trübt sich die harmonische Ehe seiner Eltern ein. Seine Mutter fühlt sich eingeengt, und als im Nachbarhaus ein linkes, engagiertes Ehepaar einzieht, beschleunigen sich die Dinge. Tobias' eher konservative Eltern freunden sich mit den neuen Nachbarn an, und deren dreizehnjährige Tochter, Rosa, eigenwillig und klug, bringt ihm nicht nur Popmusik und Literatur bei, sondern auch Berührungen und Gefühle, die fast so spannend sind wie die Raumfahrt...

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 09.02.2019

Dass Ulrich Woelk Astrophysiker ist, erkennt Rezensentin Julia Schröder nicht nur inhaltlich, sondern auch an der präzisen Komposition, mit der der Autor seinen schmalen Roman entworfen hat. Erzählt wird die Geschichte des elfjährigen Tobias, der Ende der Sechziger in einem Kölner Bauerndorf aufwachsend, Mondlandung und Selbstmord der Mutter, bundesrepublikanische Rigidität der eigenen Familie und Modernität der Nachbarsfamilie erlebt und sich in deren antiautoritär erzogene Tochter verliebt. Wie Woelk seine Coming-of-Age-Story mit zeitgeschichtlichem Hintergrund und "leiser Melancholie" anreichert, durch den Perspektivwechsel zwischen jugendlichem und erwachsenem Erzähler Spannung aufbaut und die Geschichte "dezent" auf Eskalation hinauslaufen lässt, hat die Kritikerin tief beeindruckt.

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