8. Symposium der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Neuburg an d. Donau, 2002 (zum Teil in französischer Sprache). Der "Fall des Günstlings" hat eine Doppelbedeutung und meint einerseits den Fall als Vorkommnis und andererseits den Fall als Sturz. Was wie eine Fehlentwicklung, wie ein Versagen der Institution aussieht, ist deren Funktionieren selbst, so will es scheinen: Wenn jeder Günstling früher oder später fällt, sagt dies etwas über die Struktur von Herrschaft und Gesellschaft in der alteuropäischen Monarchie aus. Und wenn man die Gründe erkannt hat, weshalb es den Günstling gegeben hat und geben mußte. Eingerahmt werden die Beiträge von einem einführenden Problemaufriß und einer weiterführenden Zusammenfassung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2005
Rezensent Heinz Thomas findet in Jan Hirschbiegels und Werner Paravicinis herausgegebenen Band über Günstlinge und Favoriten bei Hofe in Europa vom 13. bis zum 17. Jahrhundert "Neues" über diese unsichere Kandidaten. Allerdings erfährt man von ihm über den Band selbst kaum mehr. Er greift einen in dem Band vorgestellten Günstling, Peter Griffenfeld, Großkanzler Christians V., heraus und erzählt dessen Geschichte nach. Es folgen wortgeschichtliche Überlegungen zur Herkunft der Ausdrücke Günstling beziehungsweise Favorit. Abschließend befasst sich Thomas mit der zeitgenössischen Bewertung des Günstlings, in die sein außerordentlicher Einfluss auf Fürst und Staat, aber auch sein Mangel an Legitimität einfloss.
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