Mit einem Vorwort von Dieter Kosslick. Berlin, die Film- und Kinostadt. Dass es so viele schöne und außergewöhnliche Kinos gibt, hebt dieser Fotoband ins Bewusstsein. Kinosäle in knalligen Farben, Säle wie ein U-Boot, wie ein Wohnzimmer, streng gegliedert oder halbrund dynamisch. Hart wie die Lehrwerkstatt der Maurerzunft oder weich mit kuscheliger Knutschecke. Ulf Buschmann hat aber auch auf den letzten Drücker, bevor alles digitalisiert ist, meisterhaft die traditionelle Technik mit echten Filmprojektoren, Luftabsaugern und Rückspülmechanismen fotografiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2013
Nicht ohne Melancholie betrachtet Andreas Kilb die alten Sitzreihen Berliner Kiezkinos, die Kronleuchter im International, die plüschigen Foyers. Dass der Autor und Fotograf Ulf Buschmann mit diesem Band kein Verlustverzeichnis erstellen wollte, mag ja sein. Für den Rezensenten aber scheint es nur eine Frage der Zeit, ehe die abgebildeten Kintopträume zerplatzen, im Zuge der Digitalisierung verschwinden. Buschmanns Auswahl hätte Kilb noch das ein oder andere Filmtheater hinzuzufügen, das Moviemento beispielsweise oder das Bali.
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