Mit 84 Duoton-Abbildungen. Mitarbeit: Andreas Krase. Deutsch-Englisch. "Anfang der achtziger Jahre ging der in West-Berlin lebende Fotograf Udo Hesse mit seiner Kamera durch Ost-Berlin wie durch ein Land, das ihn an manchen Stellen an Vertrautes erinnerte und gleichzeitig immer wieder befremdete … Der Nachkrieg dauerte lange in beiden Teilen der Stadt und im Ostteil wesentlich länger … Entstanden ist ein fotografisches Dokument, das lakonisch, still und doch eindrücklich von einer vergangenen Zeit in einem vergangenen Land erzählt" (aus dem Vorwort von Andreas Krase). Im Anhang erzählt Udo Hesse auch von seiner Begegnung mit der Volkspolizei und Stasi. Einen kleinen Teil seiner damals beschlagnahmten Negative fand er in Form von Fotoabzügen 2007 in seiner Stasi-Akte wieder. Mehr als dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer kann man Hesses Fotografien und damit das ehemalige Ost-Berlin heute noch einmal neu und anders sehen. Das innere Auge des Betrachters vergleicht die Bilder der Vergangenheit unwillkürlich mit der Gegenwart der neuen Mitte Berlins.
In diesem Fotoband hat Rezensentin Katrin Bettina Müller sehr gerne geblättert und sich noch einmal zeigen lassen, wie es in den 1980er Jahren in Ost-Berlin aussah. Erst am Ende zeigt ein Dokument der Stasi, so berichtet sie, dass der Fotograf immer wieder Drangsalierungen und auch Annäherungsversuchen der Stasi ausgesetzt war. Seine Fotos sind also durchaus in einer Situation der "Spannung" entstanden. Umso erstaunlicher findet Katrin Bettina Müller immer wieder die Entspanntheit junger und alter Menschen, die Udo Hesse in ihrem Alltag und beim Feiern auf den Straßen fotografiert hat. Anheimelnd ist hier dennoch kaum etwas, und das Berlin von damals wirkt, so die beeindruckte Kritikerin, in diesen Bildern geradezu verloren und leer.
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