Prominente Persönlichkeiten wurden gebeten, ihr liebstes Gedicht auszuwählen und in einem kurzen Essay zu erzählen, was es ihnen bedeutet. Auf diese Weise ist nicht nur eine Auswahl entstanden, die all die großen Dichter versammelt - gleichzeitig bezeugt sie die Faszination und Wirkungskraft der Poesie in der Türkei.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.01.2009
Monica Carbe registriert zufrieden, dass der Unionsverlag mit seiner Türkischen Bibliothek sein Versprechen von 2005 in die Tat umsetzt und bereits 14 von 20 geplanten Bänden realisiert hat. Wer mit der zweisprachigen Gedichtanthologie "Kultgedichte" allerdings so etwas wie einen Lyrikkanon erwartet, wird sich getäuscht sehen, warnt die Rezensentin. Der Band bietet die persönliche Auswahl von Gedichten von - deutschen Lesern nicht unbedingt bekannten - namhaften türkischen Autoren nebst ihrem Kommentar, stellt sie klar. Insgesamt konstatiert Carbe, dass es sich zum überwiegenden Teil um Gedichte von Autoren des 20. Jahrhunderts handelt und dass der Grundton durchweg melancholisch ist. Auch wenn die Gedichte und die begleitenden Essays kaum dazu geeignet seien, sie hintereinander weg zu lesen, so könne man ihnen eine "Sogwirkung" attestieren, die sich auch in der deutschen Übersetzung halte, so die Rezensentin hocherfreut. Und sie verspricht noch, dass in den Texten viel Unbekanntes zu entdecken ist.
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