Halide Edip Adivar

Mein Weg durchs Feuer

Erinnerungen
Cover: Mein Weg durchs Feuer
Unionsverlag, Zürich 2010
ISBN 9783293100190
Gebunden, 597 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Türkischen und Englischen von Ute Birgi-Knellesen. Halide Edip Adivars Lebensgeschichte spiegelt den stürmischen Umbruch ihres Landes. Mit wachem Blick verfolgt sie den Untergang des Osmanischen Reichs und das Erstarken der Nationalen Bewegung. Emanzipiert und eigensinnig wirft sie sich ins Geschehen. Schon früh entdeckt sie ihr Talent zum Schreiben. 1919, als die Alliierten Istanbul besetzen, flieht sie unter abenteuerlichen Umständen nach Anatolien. Die erfolgreiche Schriftstellerin stellt sich in den Dienst der neuen Türkei, bewahrt jedoch ihren kritischen Blick.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2010

Monika Carbe legt uns die Memoiren einer Weggefährtin Mustafa Kemal Atatürks, Halide Edip Adivar, ans Herz, die sie insbesondere als Zeugnis des Umbruchs mit viel Interesse gelesen hat. Die Erinnerungen, in den 1920ern auf Englisch und erst in den 60ern in eigener Übersetzung auf Türkisch erschienen, erzählen von ihrer Kindheit und Jugend in Istanbul, ihrer frühen Begegnung mit der britischen Suffragettenbewegung, ihren Ehen und der Begegnung mit Atatürk, an dessen Seite sie sich insbesondere für die Gleichberechtigung der Frau einsetzte, fasst die Rezensentin zusammen. Man muss sich insbesondere im ersten Teil auf einen ruhigen, "ins Detail verliebten" Erzählfluss einlassen, betont die Rezensentin, die sich vom zurückhaltenden und "unaufdringlichen" Duktus hat gefangen nehmen lassen. Für hiesige Leser schwer zu goutieren sei allerdings der sprühende Nationalismus, warnt Carbe, die empfiehlt, das Buch im Kontext der Zeit zu lesen, als "Dokument einer Zeit des Aufbruchs".
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