Klappentext

Ivo wusste immer schon, dass er besonders ist. Besonders cool, besonders talentiert, besonders attraktiv. Alle wussten es, seine Familie, seine Jugendtrainer, seine Freunde im Käfig. Jetzt ist er einer der bestbezahlten Fußballer der Welt. Er verdient 100.000 Euro in der Woche, fährt einen Bugatti, hat eine Ehefrau und zwei Kinder, die er über alles liebt. Doch als seine Jugendliebe Mirna ins Spiel kommt, gerät das sichere Gerüst ins Wanken. Wie koordiniert man eine Affäre, wenn man eigentlich keine Freizeit hat? Lässt Ivos Leistung auf dem Spielfeld nach? Und was macht eigentlich seine Frau, während er nicht da ist?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.10.2019

Marlen Hobrack scheint angetan von Tonio Schachingers Fußballer-Roman. Wie der Autor die schlichten, wenngleich um existenzielle Fragen kreisenden Gedanken und schiefen Sprachbilder seines 27-jährigen Fußballstars einfängt, findet sie gekonnt. Zu dem tiefen Blick ins Fußballerhirn und -herz passen laut Hobrack Schachingers Sprachkunsttricks. Für Leser, die all die Insider-Referenzen mitkriegen, ein Leckerbissen, für alle anderen durchaus ein Vergnügen, verspricht die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.10.2019

Judith von Sternburg bewundert das Debüt von Tonio Schachinger. Das Sprachempfinden im Text findet sie bemerkenswert, Schachingers Sinn für Ironie macht die Lektüre für sie aufregend. Wenn der Autor sich ganz nah neben seinen Helden, den bosnisch-österreichischen Ausnahme-Fußballer Ivo Trifunovic, stellt, ihm kaum merklich souffliert und über Sex und die Welt nachdenken lässt, so spricht er nicht nur über Fußball, erkennt Sternburg, sondern über die Gesellschaft. Ein origineller Ansatz, findet sie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2019

Rezensentin Wiebke Porombka annonciert ein ganz besonderes Fußballbuch mit diesem Debütroman des jungen österreichischen Autors Tonio Schachinger. Zwar bemühe Schachinger alle Klischees, wenn er von dem Profifußballer Ivo erzählt, der mit tätowierter, platinblonder Gattin im Bugatti durch die Stadt cruist, eigentlich aber kurz vor dem Burnout steht. Aber wie der Autor davon erzählt, findet die Kritikerin unschlagbar: Obwohl nicht allzu viel geschieht, gelingt es Schachinger durch seinen Erzähler, der im Wiener Slang permanent von sich in der dritten Person spricht, die Rezensentin zu bannen: Wenn Ivo Alltagsrassismus, den extremen Druck oder die "manipulative" Sprache der Presse schildert, ohne weiter darüber nachzudenken, staunt Porombka, wie leichthändig und doch "scharfsinnig" Schachinger gesellschafts- und identitätspolitische Fragen angeht.
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