Tillmann Prüfer

Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen

Das Wichtigste für alle Eltern aus den entscheidenden Studien
Cover: Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen
dtv, München 2026
ISBN 9783423285315
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

4 Töchter und 400 Studien. Eltern sollen die Bedürfnisse ihres Kindes kennen, es optimal fördern und einfühlsam sein. Der Druck ist hoch und die Zahl der Theorien, Moden, Ratschläge groß. Wie soll man sich da zurechtfinden? Der Wissenschaftsjournalist Tillmann Prüfer sorgt für Orientierung. Er sichtet Studien, befragt Experten, klopft ab, was man gesichert weiß. Muss man Vorbild sein, hilft Strafe, wie prägend ist die Kindheit wirklich? Es geht ums Belohnen und Fördern, Werte, Gefühle, Bindung, Medienkonsum, Ernährungsverhalten, Freunde, Geschwister, ums Spielen und die Vorbildrolle. Prüfer weist den Weg aus dem Erziehungsdschungel und zeigt: Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, ist viel wichtiger, als sich krampfhaft an irgendwelche Rezepte zu halten.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 28.04.2026

Tillmann Prüfer hat ein Buch geschrieben, nach dessen Lektüre Eltern keine weiteren Erziehungsratgeber mehr lesen müssen, jubelt Rezensent Peter Praschl. Denn der Autor ist nicht ein weiterer Erziehungsguru, der den Eltern feste Regeln auferlegt, vielmehr prüft der Autor die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kindererziehung. So bemerkt er mit Blick auf empirische Daten, dass vieles gar nicht so schlimm ist, wie es in der Ratgeberliteratur ausgemalt wird. Frühförderung zum Beispiel ist gar nicht so wichtig, Videospiele sind nicht unbedingt schädlich, wenn Kinder wenige Freunde haben, ist das nicht zwingend schlimm und auch eine Laissez-faire-Erziehung kann unter Umständen gute Ergebnisse zeigen, erfährt Praschl. Entscheidend ist in der Erziehung grundsätzlich weniger das Was als das Wie, resümiert Prüfer die Forschungsliteratur - es geht also darum, eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung zu etablieren: Kinder müssen als eigenständige Wesen betrachtet werden, nicht als Material, das von den Eltern geformt wird. Dem elterlichen Narzissmus kommt das alles nicht unbedingt entgegen, vermutet Praschl, den selbst dieses Buch jedoch zu einem echten Prüfer-Fan gemacht hat.

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