Kinder dürfen aggressiv sein - der Grundgedanke des Buches ist ebenso neu wie provozierend. Denn Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen bedeutet nicht nur Gewalt und Zerstörung, Jan-Uwe Rogge nimmt sich des persönlichkeitsstiftenden und schöpferischen Aspekts an, ohne den Entwicklung nicht möglich ist. Es geht dabei nicht um eine konventionelle Erziehung zur Friedfertigkeit, sondern um Aggressionserziehung, die Kindern und Jugendlichen ihre gewalttätigen Fähigkeiten bewusst macht und ihre kreativen Potenziale fördert, die zerstörerischen Anteile indessen begrenzt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 17.11.2005
Ein wenig unzufrieden lässt Jan-Uwe Rogges Erziehungsratgeber "Wut tut gut" die Rezensentin Susanne Gaschke zurück. In ihren Augen wirken seine zahlreichen Ratschläge für schwierige Kinder wie Binsenweisheiten, auch wenn an ihnen sonst nichts auszusetzen ist. Sie vermisst auch einen Überblick darüber, wie "eine normale, unspektakuläre Kindheit unter einigermaßen günstigen häuslichen Bedingungen" verlaufen und wie sich zum Beispiel ein Erziehungsdefizit äußern könnte. Nicht klar wird Gaschke zudem, ob die extremen Reaktionen, die der Autor beschreibt zur normalen Entwicklung gehören. Sie kann sich nicht enthalten, Rogges Ausführungen als "höchst kurzfristiges Kurieren an den Symptomen einer fast unendlichen erzieherischen Maßstabslosigkeit" zu bezeichnen.
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