Thomas Kunst

Was wäre ich am Fenster ohne Wale

Gedichte
Cover: Was wäre ich am Fenster ohne Wale
Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783627001223
Gebunden, 116 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Thomas Kunst ist kein Neuling der Szene; 1991 erschien bei Reclam sein erster Gedichtband "Besorg noch für das Segel die Chaussee". Sein neuester Gedichtband Was wäre ich am Fenster ohne Wale zeigt Erzählungen aus dem persönlichen Kontext. Ein lyrisches Ich berichtet: Mitteilungen wie Flaschenpost, intime Briefe - Kommunikationsversuche.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.03.2005

Auch in seinem neuen Gedichtband bemüht sich Thomas Kunst um die Perfektionierung seines "eigentümlich gleitenden Parlando-Stils", konstatiert Michael Braun. Die Gedichte des Bandes gehen meist von einer alltäglichen Begebenheit oder Beobachtung aus, um diese dann ins "Geheimnisvolle" oder Wunderbare gleiten zu lassen, erklärt der Rezensent, dem dies aber mitunter etwas "gewaltsam inszeniert" erscheint. Kunst setze zugleich auf die "unmittelbare Berührung mit dem Natur- und Lebensstoff" wie die Magie der Worte. In einem Gedicht des Bandes wendet er sich gegen die "politischen Zumutungen", die er der Lyrik der Gegenwart "abgefordert" sieht. Der Rezensent sieht in Kunsts Gedichten einen "stolzen lyrischen Anachronismus", in den sich so gut wie nie "Zweifel an den eigenen ästhetischen Offenbarungen" mischen. Das kommt ihm bisweilen etwas zu selbstsicher vor.