Thomas Hettche

Unsere leeren Herzen

Über Literatur
Cover: Unsere leeren Herzen
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2017
ISBN 9783462050684
Gebunden, 208 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Eine Frage bestimmt das Schreiben dieses Autors: Welche Tröstung kann Literatur für unsere leeren Herzen heute noch bieten? 'Unsere leeren Herzen' setzt nach 'Fahrtenbuch' und 'Totenberg' Thomas Hettches essayistisch-erzählerischen Erkundungen fort, mit denen er, neben dem hochgerühmten Romanwerk, seine intellektuelle Autobiografie fortschreibt. Ohne kulturpessimistische Larmoyanz, aber im Wissen, dass sich metaphysische Sinnfragen in unseren fundamental bedrohten westlichen Gesellschaften immer dringlicher stellen, befragt Thomas Hettche in seinen Essays leidenschaftlich die Literatur nach ihrem Sinn und ihrer Zukunft. Gegen den naiven Glauben einer Abbildbarkeit der Welt, der unsere Gegenwart beherrscht und das Glücks- wie das Erkenntnisversprechen der Literatur verrät, spürt Hettche in 'Unsere leeren Herzen' den Quellen eines anderen Realismus, ja einer anderen Moderne nach.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2017

So "poetisch" wie instruktiv erscheint Rezensentin Karin Janker dieser Band, in dem Thomas Hettche in kurzen Essays über Wilhelm Raabes Realismus als utopisches Projekt, David Bowies Begegnung mit dem Maler Balthus oder Versprechungen in Romanen von Michel Houellebecq oder Karl Ove Knausgard nachdenkt. Ein wenig nostalgisch, aber nie kulturpessimistisch, vor allem aber reizvoll und sinnlich regt Hettche zum Nachdenken über Literatur an und schafft dabei einmal mehr selbst Literatur, schwärmt die Kritikerin.
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