Herausgegeben und mit einem Vorwort von Helmut Peschina. Sehr genau hat Joseph Roth vom Pariser Exil aus die Entwicklungen in Deutschland und Österreich ab 1933 beobachtet und mit der ihm eigenen Schärfe und Brillanz kommentiert. So sind zahlreiche Essays und Feuilletons entstanden, in denen Roth zu einer der stärksten Stimmen gegen Staatswillkür und Diktatur im allgemeinen und gegen den Nationalsozialismus im besonderen avancierte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.10.2003
Außerordentlich spannende findet der "jdl" zeichnende Rezensent die Essays und Kolumnen, die der Schriftsteller Joseph Roth im französischen Exil für deutschsprachige Zeitungen geschrieben hat. Sie sind, schreibt er, "geradezu prophetische Angriffe auf die deutsche Unkultur" und distanzieren sich gleichzeitig auch von vielen deutschen Intellektuellen. Dabei hatte Roth selber recht seltsame Vorstellungen über Deutschlands politische Zukunft. Er wünschte sich ein "'deutsches katholisches Reich' unter der Führung der Habsburger". Dementsprechend verwirrend sind manche seiner Aussagen und dieser "Sammelband dokumentiert die Ideen des österreichischen Schriftstellers in all ihrer Widersprüchlichkeit", lobt unser Rezensent.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…