Das Buch legt die erste systematische sozialwissenschaftliche Aufarbeitung aller Gruppen, Führungsfiguren und ideologischen Strömungen des amerikanischen Rechtsextremismus vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.01.2002
Rezensent Steffen Kailitz ist beeindruckt, aber auch ziemlich bestürzt über die Ergebnisse der Studie über den amerikanischen Rechtsextremismus. Er lobt den Autor für seine "ausgesprochen kenntnisreiche" Schilderung der rechtsextremen Szene. Als besonderes Verdienst preist er, dass Grumke auch Anhänger und Anführer rechtsextremer Gruppen befragt hat. Der Rezensent ist "beeindruckt" von der schieren Menge der vom Autor ausgewerteten Quellen, wobei er ihm zugute hält, dass er eine "nüchterne, keineswegs alarmistische Pionierstudie" vorgelegt habe, auch wenn Kailitz die Ergebnisse ausgesprochen alarmierend findet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2001
Ralf Altenhof zeigt sich geteilter Meinung über diesen Band. Denn einerseits weiß er es sehr zu schätzen, dass der Autor hier ausführlich auflistet, welche rechtsextremen Organisationen und auch antisemitischen kirchlichen Verbände es in den USA gibt. Andererseits jedoch vermisst der Rezensent eine schlüssige Interpretation dieser Bestandsaufnahme. Grumke habe zwar versucht, den amerikanischen Rechtsextremismus aus der Geschichte zu erklären, doch reicht seine Argumentation nach Ansicht Altenhofs hier nicht aus. Der Rezensent bemängelt, dass Grumke zwar Zusammenhänge erwähnt, diese jedoch "nicht nachweist". Davon abgesehen diagnostiziert Altenhof auch einige Widersprüche, etwa zwischen Grumkes Bestandsaufnahme und der "tatsächlichen Bedeutung des Rechtsextremismus in der Geschichte der Vereinigten Staaten", die der Rezensent für geringer hält, als die Lektüre des Buchs nahe legt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2001
Interessant und anregend findet Peter Lösche die Arbeit von Thomas Grumke über den Rechtsextremismus in den USA. Gestört hat ihn lediglich, dass "an der Publikation noch fast alle Eierschalen einer Dissertation kleben". Inhaltlich gefällt ihm die Arbeit aber vor allem, weil sie ein Thema behandelt - nämlich rechtsextreme Organisationsformen und eben nicht nur die zugrundeliegende Ideologie - das in dieser Form hierzulande noch nicht bearbeitet wurde. Grumke zeigt, so Lösche, dass der Rechtsextremismus in den USA zwar peripher ist, aber trotzdem über eine hohe "qualitative Mobilisationskraft" verfügt.
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