Mit Schwarzweiß-Abbildungen. Kaum etwas trennt Ost- und Westdeutsche bis heute so sehr wie die religiösen Bindungen. Doch obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder in der DDR ungleich schneller und dramatischer zurückging, machte sich auch in der Bundesrepublik die Tendenz der westlichen Moderne zur Säkularisierung deutlich bemerkbar.Der Band beschreibt vor diesem Hintergrund das Verhältnis zwischen christlichen Kirchen und Politik in beiden deutschen Staaten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem unterschiedlichen Umgang mit Religion in Schule und Jugendarbeit, den gesellschaftlichen Debatten über Krieg und Frieden, den grenzübergreifenden Kontakten und der Bedeutung der Kirchen in der friedlichen Revolution und im Prozess der Wiedervereinigung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2022
Rezensent Reingard Bingener empfiehlt das Buch des Historikers Thomas Brechenmacher als genauen Überblick über das Verhältnis von Staat und Kirchen in beiden Teilen Deutschlands nach 1945. Der deskriptive, politisch orientierte Ansatz (statt geistesgeschichtlich deutend) geht für Bingener in Ordnung, gelingt es dem Autor laut Rezensent doch, die konfessionellen Zustände beziehungsweise Verhältnisse zum Staat in Ost und West zu vermitteln. Aktuell scheint Bingener der Band, wenn Brechenmacher frühere innerkirchliche Debatten erkundet oder die unbestimmte "kirchliche Friedensethik" ab den 1950ern.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.10.2021
Rezensent Florian Felix Weyh erfährt vom Historiker Thomas Brechenmacher, wie das Wechselspiel zwischen Staat und Kirche in der DDR sich gestaltete und warum die SED die Kirchen nicht ganz abschaffte. Es ging um internationale Anerkennung und die von der Kirche mitunter mit Westmitteln betriebenen sozialen Einrichtungen, lernt Weyh. Welche Bedeutung die Kirche für die Friedensbewegung hatte, vermittelt der Autor laut Rezensent ebenso wie er die Unterschiede im Umgang mit der Kirche in anderen "Volksdemokratien", Ungarn etwa, herausarbeitet. Auch das Agieren von katholischer Kirche einerseits und evangelischer andererseits setzt Brechenmacher dem Rezensenten auseinander.
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