Was haben das Verschwinden von Apfelsorten, das Auftreten von Politikern in Talkshows, religiöser Fundamentalismus und der Kunst- und Musikmarkt miteinander gemeinsam? Überall wird Vielfalt reduziert, Unerwartetes und Unangepasstes zurückgedrängt. An die Stelle des eigentümlichen Inhalts rückt vermeintliche Authentizität: Nicht mehr das "was" zählt, sondern nur noch das "wie". Thomas Bauer zeigt die Konsequenzen auf, sollten wir diesen fatalen Weg des Verlustes von Vielfalt weiter beschreiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2018
Hannes Hintermeier empfiehlt die Kulturkritik von Thomas Bauer als unaufgeregte, nicht belehrende Bestandsaufnahme. Film, Musik, Kunst, Literatur, Konsum, Religion, Geschlecht, Politik untersucht der Autor laut Hintermeier auf ihre Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten. Bauer beklagt die Tendenz zur Vereindeutigung, so der Rezensent, und bietet Denkanstöße, um mit den Ambiguitätspotenzialen der Gegenwart produktiv umzugehen.
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