Zum 100. Geburtstag erinnern Freunde und Weggefährten aus Literatur, bildender Kunst, Wissenschaft und Politik an Stefan Heym. Sie würdigen das Schaffen eines der meistgelesenen deutschen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zur Sprache kommen Lebensfreundschaften und Lektüreerfahrungen,berichtet wird von Begegnungen mit einem besonderen Menschen und der Auseinandersetzung mit einem reichen Gedankengebäude. Die Beiträge, darunter Wortmeldungen von Daniela Dahn, Christoph Hein, Uri Avnery und Gerhard Schröder, bekunden Respekt und Hochachtung vor dem Werk eines Schriftstellers, dessen Biografie die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit all ihren Höhen und Tiefen spiegelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2013
Gut wäre gewesen, schreibt Viktoria Großmann, die Beiträger hätten nicht sämtlich den Lebenslauf des 2001 verstorbenen Jubilars noch einmal nacherzählt. Dabei ist der doch spannend. Die anlässlich des 100. Geburtstags von Stefan Heym alias Helmut Flieg zusammengetragenen Erinnerungen von Gregor Gysi, Gerhard Schröder u. a. findet sie dennoch gut, auch wenn darin meist der späte Heym im Mittelpunkt steht, wie sie anmerkt. Besonders gefallen haben ihr die Briefe an Heym von Annekatrin Bürger und Bettina Wegner. Darin, so Großmann, sei von Heyms Eulenhaftigkeit die Rede.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…