Taslima Nasrin

Das Mädchen, das ich war

Die Autobiografie einer Kindheit
Cover: Das Mädchen, das ich war
Rowohlt Verlag, Reinbek 2000
ISBN 9783499609459
Taschenbuch, 397 Seiten, 10,17 EUR

Klappentext

Eine Kindheit im Islam - Taslima Nasrins Erzählung führt ihre Leser in eine fremde Welt, die bis heute fortbesteht, bevölkert von bösen Geistern, brutalen Patriarchen und gottesfürchtigen Frauen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.07.2001

Der mit as. zeichnende Rezensent zeigt sich in seiner Kurzkritik angetan und überzeugt von dieser Autobiografie der bengalischen Ärztin und Schriftstellerin, die für ihren ersten Roman, der unter dem deutschen Titel "Schande" erschien, mit der Fatwa belegt wurde. Das Vorwort sei zwar zu "pathosgeladen", kritisiert der Rezensent, doch dann gelinge der Autorin eine Kindheits- und Jugendbeschreibung, die sich durch einen "kräftigen Strich" auszeichne und dabei angenehmer Weise jegliche "Penetranz" vermeide. Damit, so der Rezensent begeistert, hat Nasrin mit ihrer persönlichen Geschichte auch eine "konsistentere und überzeugendere" Gesellschaftskritik ihres Landes vorgelegt als mit ihrem Roman "Schande".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.01.2001

Alexandra Senfft ist enttäuscht von dem autobiografischen Bericht aus der Kindheit der bengalischen Autorin. Sie kennt die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Ärztin, die für ihren ersten Roman bis heute mit einer Fatwa belegt ist, als eine streitbare Verfechterin für Menschen- und vor allem Frauenrechte und als eine "differenzierte und politische Figur". Die Autobiografie dagegen würde die politischen Ereignisse in Bangladesh völlig in den Hintergrund drängen. Zudem bediene Nasrin "gängige Klischees über den Islam". Ihre "prekären Verknappungen" der Rolle der Frau in ihrem Land und des Inhalts des Korans sind wissenschaftlich so nicht haltbar, ärgert sich die Rezensentin. Sie meint, dass Nasrin ihren Landsleuten, zumal den "progressiven" und "reformwilligen", "vermutlich keinen Gefallen" mit ihrem Buch getan hat. Ganz nebenbei gibt die Rezensentin aber zu, dass es sich bei dem Text um ein "durchaus poetisches und bewegendes" Dokument handelt.
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