Takis Würger

Der Club

Roman
Cover: Der Club
Kein und Aber Verlag, Zürich 2017
ISBN 9783036957531
Gebunden, 240 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.03.2017

Rainer Moritz urteilt über den Roman von Takis Würger mit Respekt. Doch dass es dem Autor nicht gelingt umzusetzen, was er eigentlich im Sinn hatte, nämlich einen Text über die Abgründe der britischen Oberschicht zu schreiben, über Rache und Vergeltung, darüber lässt uns der Rezensent nicht im Unklaren. Für ein derartiges Unterfangen aber scheinen ihm Würgers Mittel ungeeignet, der Stil zu "charmant", die Sprache zu glatt. So kommt nicht mehr als ein Campus-Roman à l'anglaise heraus, meint Moritz, eine zarte Liebesgeschichte inklusive.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2017

Rezensent Thomas Thiel versucht sich einen Reim auf diesen Roman des Spiegel-Reporters Takis Würger zu machen, der mit der Geschichte des boxenden Hans seine eigenen Erlebnisse in den exklusiven Cambridge-Zirkeln verarbeitet. Pop, Bildung und ein verschwiegenes Verbrechen ergeben einen Campus-Krimi, der den Rezensenten bei der Stange hält, wenn er in die "akademischen Hochburgen des Snobismus" vordringt oder "Kontrollverlust und Machtekstase" unter den Elitezöglingen beschreibt. Doch mit der Zeit können die schön schlechten Manieren der äthiopischen Prinzen, chinesischen Aufsteiger und englischen Neureichen den Rezensenten weder über den prätentiösen Stil hinwegtrösten noch über die klischeehaften Figuren und die fehlende Psychologie.
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