Aus dem Englischen von Manfred Allie. Gordon Matthew Sumner, Sohn eines Milchmanns, arbeitete als Bauarbeiter und wurde Lehrer. Doch die Idee, ein eigene Band gründen zu wollen, ging ihm nicht aus dem Kopf. "The Police" stürmte ab 1978 die Charts, und danach tat es Sting solo. Hier legt er zum ersten Mal eine umfassende Sammlung seiner Lieder vor und kommentiert ihre Entstehung. Er schildert, wie er in Paris in einem schäbigen Hotel an Cyrano de Bergerac denkend "Roxanne" schrieb, und warum er dem Song immer noch mag. Er erzählt, welche ganz persönlichen Anteile es in seinen Texten gibt und wie ein kleiner Gedanke alles in Bewegung bringen kann. Unprätentiös und poetisch, bisweilen wild, dann wieder melancholisch. Sting eben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.03.2010
Georg Klein hat sich geduldig von Song zu Song gelesen und lässt uns wissen: Der alte Sting war schon der bessere, die Lyrics betreffend jedenfalls. In den 130 samt Übersetzung abgedruckten Liedtexten lernt der Schriftsteller den Sänger als einen um Reim, Bild und Gedanken ringenden Verehrer T.S. Eliots kennen, als wahren "Pop-Texter" auch, der ohne Skrupel "night" auf "light" reimt, Kitsch produziert und später zeitgeistgemäß politisiert. Wozu so ein Buch, wenn die Songtexte aus 25 Jahren "Police" und Soloarbeit überall greifbar sind?, fragt sich Klein dann doch. Ein lyrisches Werk hinter den Songs, so scheint es, kann unser Rezensent nicht wirklich erkennen.
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