Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.01.2001
Jörg Drews zeigt sich in seiner einfühlsamen Besprechung sehr angetan von dem Buch des serbischen Autors, der in Berlin im Exil lebt. Er nennt Tontic, der sowohl als Lyriker als auch als Übersetzer deutscher Autoren ins Serbische hervorgetreten ist, einen Glücksfall für die Literatur und lobt seinen Prosamonolog, weil er über "persönliche Reminiszenz oder gar Sentimentalität" hinausgeht: Tontic habe die grundsätzliche Problematik, die der Jugoslawienkrieg bis in die zwischenmenschlichen Beziehungen hinein getragen hat, thematisiert. Seine Spaziergänge durch Berlin seien in einer "verschreckten und sich selbst verspottenden, ratlosen und zärtlichen" Sprache verfasst, in der nicht nur das Exil , sondern auch die Möglichkeiten reflektiert wurde, durch Literatur aus der inneren Isolation auszubrechen, so der Rezensent beeindruckt.
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