Stephen King

Finderlohn

Roman
Cover: Finderlohn
Heyne Verlag, München 2015
ISBN 9783453270091
Gebunden, 544 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt. John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen "Verrat"'. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles - und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den Schatz. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus "Mr. Mercedes" kennen, den Wahnsinnigen stoppen?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.09.2015

Bei Christoph Schröder lässt der neue Roman von Stephen King einiges zu wünschen übrig. Bei einem wie King bedeutet das nicht gleich, dass der Text schlecht wäre. Schröder hat einen spannenden Krimi gelesen, der mit Reflexionen über das Verhältnis von Autor und Leser sowie von Fiktion und Wirklichkeit unterhält, wie er versichert. Im Vergleich mit "Mr. Mercedes", für den der Roman die Fortsetzung darstellt, scheint der Text Schröder allerdings abzufallen. Mörder und Ermittler reichen an ihre Vorgänger nicht heran, meint er, die Botschaft der Geschichte ist allzu plakativ und der Handlung mangelt es an überraschenden Wendungen. Dem Rezensenten aber bleibt die Hoffnung auf eine weitere Fortsetzung.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 09.09.2015

Ein bisschen zu kitschig und plakativ mitunter, aber doch höllisch spannend findet Rezensentin Iris Alanyali Stephen Kings neuen Roman über den Mord an einem Schriftsteller im Speziellen und die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit im Allgemeinen. Dass King seinem bereits bekannten Privatermittler Bill Hodges im zweiten Teil der Trilogie eher eine Nebenrolle verpasst, findet Alanyali okay. Schließlich findet das Drama, der Krimi an anderer Stelle statt, dort, wo zwei fanatische Leser um die Fortsetzung ihrer Lieblingsgeschichte streiten, erklärt die Rezensentin. Genau hier trifft Alanyali nämlich auf eine höchst kurzweilige Reflexion über die lebensverändernde Kraft von Literatur.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.09.2015

Rezensentin Sylvia Staude ist zufrieden mit Stephen Kings neuem Roman. Als zweiter Teil einer angekündigten Trilogie scheint ihr der Text um einen durchgedrehten Literaturfan, der seinen angebeteten Autor kurzerhand umbringt, alte King-Schule. In Sachen Spannung und Showdown lässt der Autor bei ihr nichts zu wünschen übrig, ebenso was Nebenfiguren und "Handlungshakenschlagen" angeht oder das Verfolgen von Verbindungslinien über den Band hinaus. Wenn King hier stark auf die Literaturenthusiasmuspauke haut, drückt Staude ein Auge zu. Das Buch hält sie für einen rasanten Krimi, auch wenn der Autor gegen Ende sehr ins Übernatürliche abdriftet. Wahrscheinlich ein Hinweis auf den dritten Band, vermutet sie.