Mit Beiträgen von Matthias Harder, Florian Illies und Jordan Mejias. In den zwei Jahrzehnten zwischen 1980 und 2000 realisiert Stephan Erfurt zahlreiche Bildstrecken in unterschiedlichen Magazinenn. Erfurt konzentriert sich häufig auf das atmosphärisch dichte Detail, als neugieriger Weltbeobachter formuliert er wie ein Essayist. Eine Besonderheit ist das Fotografieren im Zwielicht, also kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang. Die Verlagerung von Leben und Arbeit nach Berlin ab Mitte der 1990er-Jahre lässt ganz andere Bilder entstehen, etwa die Nahaufnahme des Fernsehturms am Alexanderplatz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2019
Stephan Erfurt verdanken wir das c/o Berlin, erinnert Rezensent Freddy Langer, ein wenig wehmütig allerdings, da sich Erfurts eigene Fotografie inzwischen auf Instagram-Schnappschüsse beschränkt. Umso lieber greift der Kritiker zu diesem Band, der neben Fotoreportagen, die Erfurt einst für das FAZ-Magazin machte, auch damals aussortierte Arbeiten enthält. Und so reist Langer mit dem Fotografen nicht nur quer durch Amerika, sondern auch nach St. Petersburg, Ungarn oder in die Ukraine, staunt über Konzentration, Farbkomposition und Stilwillen des Fotografen und erkennt, wie schnell sich Erfurt von der Prägung durch Otto Steinert, Stephen Shore oder William Eggleston löste.
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