Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 verweigerte der Füsilier Max Daetwyler den Fahneneid. Damit begann seine 60 Jahre dauernde Mission für den Weltfrieden. Der Ostschweizer wurde unzählige Male ins Gefängnis gesperrt und ließ sechs psychiatrische Gutachten über sich ergehen. Doch nichts konnte seinen Willen beugen, für die Ächtung des Krieges zu wirken. Als 'Friedensapostel' bereiste er mit der weißen Friedensfahne die Welt und predigte seine große Idee der Menschenverbrüderung. Die meisten Zeitgenossen hielten den bärtigen Mann für einen Spinner und Sonderling. Erst nach seinem Tod 1976 erkannte man in ihm eine schweizerische Ikone des 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.2007
Rezensent Matthias Daum lobt Stephan Boschs Biografie des idealistischen Friedenskämpfers Max Daetwyler als "akribisch recherchiert, flüssig zu lesen, mit großer Empathie und gleichzeitig mit kritischer Distanz verfasst". Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs verweigerte der Schweizer den Fahneneid und betätigte sich bis zu seinem Tod gut 60 Jahre später als umtriebiger Aktivist, trotz massiver staatlicher (und medizinischer) Repression. Unter anderem wollte er Walter Ulbricht die Mauer abkaufen. Daum gestaltet seine Rezension vor allem als Nacherzählung des Inhalts und präsentiert einige besonders bemerkenswerte Anekdoten aus Daetwylers Leben.
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