Stefan Wimmer

Die 120 Tage von Tulum

Kurzgeschichten
Cover: Die 120 Tage von Tulum
Maas Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783929010961
Gebunden, 316 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Sind Schwäbinnen sexuell unterschätzt? Wie angelt man sich eine bayerische Lederhexe? Wie hoch ist der Flirt-Faktor im Wellness-Hotel von Tolantongo? Was tun, wenn der Kuschel-Urlaub zur Strafexpedition mutiert? Wie bekämpft man "Chucky - Die Mörderpuppe" im eigenen Büro? Um diese und andere packenden Fragen kreisen die Stories.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.06.2005

Bodo Mrozek schlägt das literarische Debüt von Stefan Wimmer, in dem der stetige Abstieg des "Versagers" Ingo von einem "Gewohnheitstrinker" zu einem "hoffnungslosen Amphetamin-Junkie" geschildert wird, der "Männerliteratur" - als Pendant zur bekannten Gattung der "Frauenliteratur" - zu. Es ist das "testosteronhaltigste Buch des Jahres", in dem der "schwanzgesteuerte" Protagonist von einem Exzess in den anderen stürzt, was ihn an ferne Orte wie Mexiko City, Veracruz oder eben Tulum führt, so der Rezensent. Die "dezent an Paul Zech und Jerry Cotton" erinnernden Beschreibungen von sexuellen Ausschweifungen und Drogendelirien werden in ihrer expressiven Wortgewalt möglicherweise nicht den Beifall der Literaturwissenschaft erringen, räumt Mrozek ein, dem das einerlei ist, weil er findet, dass Wimmer eines der "unterhaltsamsten, ehrlichsten und komischsten" Bücher auf dem Gebiet der Männerliteratur gelungen ist. Hier ist der Geschlechterdiskurs "mit brachialer Kraft" auf "Matratzenniveau" gebracht, so der Rezensent hingerissen.
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