Stefan Moses

Begegnungen mit Peggy Guggenheim

Cover: Begegnungen mit Peggy Guggenheim
Elisabeth Sandmann Verlag, München 2017
ISBN 9783945543344
Kartoniert, 144 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Mit einem Essay des Kunsthistorikers und Kurators Thomas Elsen, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Peggy Guggenheim (1898-1979) zählt zu den größten Sammlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Am Ende ihres Lebens war sie nicht nur eine Legende, sondern hatte sich selbst zur Kunstfigur stilisiert. In Stefan Moses (*1928) begegnete sie einem Fotografen, der das Sensorium, die Schnelligkeit und das Talent hatte, besondere Momente ihrer Selbstinszenierung einzufangen und selbst zu gestalten. Er traf Peggy Guggenheim 1969 und 1974 in Venedig und hat sie hier an verschiedenen Orten, unter anderem in ihrem privaten Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande (der heutigen Peggy Guggenheim Collection), fotografiert. Der Zauber der Aufnahmen besteht in der Ironie und Skurrilität, die den Bildern eine mehrdeutige Tiefe verleihen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2017

Rezensent Thomas Steinfeld staunt, wie der Fotograf Stefan Moses Peggy Guggenheim in seinen Begegnungen inszeniert. In den Serien, die zwischen 1969 und 1974 in Venedig entstanden, erblickt der Kritiker die Mäzenin etwa im Sackkleid zwischen den historischen Bauten Venedigs und erkennt geradezu "skulpturale" Züge. Großartig, wie Modell und Fotograf mit den Gegensätzen spielen, lobt Steinfeld, der die Bilder immer wieder aufs Neue betrachtet und zahlreiche "Korrespondenzen" entdeckt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.06.2017

"Warum gerade jetzt?" fragt sich Rezensentin Katharina J. Cichosch, doch diese Frage gerät für sie schnell in den Hintergrund, während sie sich mit Stefan Moses Fotografien langsam aber stetig der bekanntesten Mäzenin und Kunstsammlerin Europas annähert, ja, sich von ihr in gewisser Weise anziehen lässt. Die Fotos aus den Jahren 1969 und 1974 sind seriell angeordnet und zeigen die extravagante Dame beim Mittagessen, in der Galerie, beim Begutachten von Malereien, Zuhause, auf der Hollywoodschaukel und beim Gondolafahren mit ihren Hunden, lesen wir. Ergänzt durch einige abfotografierte und zu Collagen vereinte private Fotos, die das Leben der Mäzenin im Schnelldurchlauf zeigen, ergeben die Bilder ein Porträt Guggenheims, das respektvoll und trotzdem intimer scheint als die bekannten Darstellungen der "exzentrischen Kunst-Lady", freut sich die Rezensentin.

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