Krakatau - seit dem 27. August 1883 ist dieser Name unlöschbar eingeschrieben ins Gedächtnis der Menschheit. An diesem Morgen geriet die Erde in nie erlebter Weise in Bewegung, und die geologische Revolution begann. Das Ergebnis war entsetzlich: über 36.000 Menschen tot, 165 Orte von der Landkarte verschwunden, eine Insel in Millionen Teile zersprengt, vier über das Meer rasende Killerwellen von 40 Metern Höhe. Für die Geologen war Krakatau Ende und Anfang. Das Ende einer sich über 60 Millionen Jahre aufbauenden Entwicklung. Der Anfang eines neuen Bildes vom Planeten Erde. Doch Krakatau war mehr als der dramatischste Vulkanausbruch der Menschheitsgeschichte und der Beginn einer neuen Wissenschaft. Er markiert auch den Beginn der Welt als "globales Dorf", denn erstmals nahm die Welt durch Nachrichtenagenturen an einer entfernten Katastrophe teil.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2003
Der Ausbruch des indonesischen Vulkans Krakatau am 27.August 1883 war eine der größten Naturkatastrophen, die Menschen bisher miterlebt haben, in formiert uns der Rezensent Hansjörg Küster: 30.000 Menschen kamen ums Leben, eine gewaltige Aschewolke stieg 38 Kilometer in die Höhe, die Druckwelle raste sieben Mal um die gesamte Erde, dreißig Meter hohe Tsunamis überschwemmten das Küstenland. Und: über die gerade verlegten Tiefseekabel ging die Nachricht über den gesamten Globus. Der britische Wissenschaftsjournalist Simon Winchester hat dazu, wie Rezensent Küster meint, ein "sehr gut verständliches, packendes Buch" geschrieben, das die Vorgänge der Katastrophe ebenso spannend beschreibe wie die damit verbundenen wissenschaftlichen Fragestellungen.
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