Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462006476 Gebunden, 400 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander. Ein brennender Tesla in der mecklenburgischen Provinz markiert den Nullpunkt: Roger Ross, frisch gefeuert und ohne Gepäck, flieht in das Luxusresort "Eden" und erfindet sich radikal neu. Doch das Hotel ist keine Zuflucht, sondern eine prunkvolle Endstation für die Illusionen unserer Zeit. Denn im "Eden", dieser bröckelnden Festung des bundesdeutschen Wohlstands, klammern sich anscheinend alle Gäste an ein Leben, das längst Geschichte ist: eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat, ein von der mütterlichen Rente lebendes Zwillingspaar und eine Direktionsassistentin, die das Resort mithilfe ihres mörderischen Plans retten will. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund.
Für Rezensentin Tanya Lieske ist Simon Urbans Roman über eine recht gemischte Gesellschaft in einem Luxusresort in Mecklenburg-Vorpommern und ihre Sorgen ein gelungener, satirischer Hotelroman, auch wenn Urban nicht die Figurenpsychologie einer Vicky Baum entwickelt, wie Lieske feststellt. Urban dagegen punktet laut Rezensentin mit unterhaltsamem Slapstick und allerhand Pointen über sein Personal im Krisenmodus. Aus "ironischer Halbdistanz" werden laut Lieske Verwicklungen und Verwandlungen beobachtet und Themen wie Überalterung, Globalisierung, Konsum und Migration an "kontrastreichen Biografien" verhandelt. Dass die versammelte deutsche Traurigkeit nicht auf den Leser überspringt, hält Lieske für kein kleines Verdienst des Autors.
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