Stephan Porombka

Felix Krulls Erben

Die Geschichte der Hochstapelei im 20. Jahrhundert
Bostelmann und Siebenhaar Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783934189508
Broschiert, 208 Seiten, 15,80 EUR

Klappentext

Mit Abbildungen. Falsche Prinzen, falsche Ärzte, falsche Diplomaten - zu Beginn des 20. Jahrhunderts treten Hochstapler als "Heroen" einer Gesellschaft auf, die zunehmend an Bodenhaftung verliert: Je undurchschaubarer sich die moderne Welt gestaltet, um so erfolgreicher inszenieren die Gentleman-Betrüger ihr gewitztes Spiel zwischen Schein und Sein. Dieses Buch zeigt, wie die Figur des Hochstaplers zu einem Kulturtypus des 20. Jahrhunderts werden konnte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2002

Die Hochzeit des Hochstaplers waren die Jahre der Weimarer Republik, die dem Typus den passenden Hintergrund der "beschleunigten Reklamegesellschaft" boten, resümiert Michael Adrian das Buch von Stephan Porombka. Hier gab es jede Menge Schwindler, falsche Offiziere und Prinzen - und doch war damals der Hochstapler noch nicht so inflationär wie in unserer Gegenwart. Und da scheint der Autor nichts ausgelassen zu haben: von Börsen-Gurus bis zu "Borderline-Journalismus" und den gerngroßen gescheiterten Unternehmerexistenzen der New Economy. Die kommen also ebenso vor wie "der erste Star der Branche", Georges Manolescu, der sich selbst mit seiner Autobiografie das beste Denkmal setzte. Interessant und vergnüglich scheint der Rezensent das Buch zu finden, geschrieben ist es, wie er formuliert, "im munteren Illustriertenstil".
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