Aus dem Spanischen von Sabine Giersberg. Der Bauarbeiter Jose Maria lernt eines Tages an der Supermarktkasse das Hausmädchen Rosa kennen und verliebt sich in sie. Als er verdächtigt wird, seinen Vorarbeiter auf der Baustelle erschlagen zu haben, flüchtet er sich unbemerkt in die Villa der Dienstherrn seiner Geliebten. Er richtet sich in einem unbewohnten Flügel des Hauses ein, bleibt Wochen, Monate, dann Jahre und beobachtet Tag für Tag voller Obsession das Leben der Bewohner. Und er muss mit ansehen, wie Rosa Schlimmes angetan wird ?
Sergio Bizzios Roman "Stille Wut" beweist für Rezensentin Eva-Christina Meier, dass nach der letzten ökonomischen Krise in Argentinien gesellschaftliche Debatten wieder mit Leidenschaft geführt werden. Wie starr die sozialen Grenzen noch immer sind, erfährt sie in der Geschichte des Bauarbeiters Jose-Maria, dessen Liebe zu dem Dienstmädchen Rosa, die in einer der wohlhabenden Gegenden von Buenos Aires arbeitet, nicht gern gesehen ist. Kurzerhand versteckt sich Jose-Maria unbemerkt in der großbürgerlichen Villa und beobachtet das bigotte Leben der Bewohner. Nur wenige Worte benötige der auch als Filmemacher tätige Bizzio, um eine lebendige und zugleich bedrückende Szenerie zu erschaffen, so die begeisterte Kritikerin.
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