Horacio Vazquez-Rial

Der Mann, der sich Carlos Gardel nannte

Roman
Cover: Der Mann, der sich Carlos Gardel nannte
Piper Verlag, München 2006
ISBN 9783492047401
Gebunden, 370 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem argentinischen Spanisch von Petra Zickmann und Stine Lehmann. Carlos Gardel: Tango-Idol, Hollywoodstar und der Prototyp des Latin-Lovers schlechthin? Und wenn alles nur ein Mythos ist? Wer machte aus einem blaßhäutigen, hinkenden Dickerchen das feurige, glutäugige Sex-Symbol seiner Zeit? Stammte er aus Frankreich, Uruguay oder Argentinien? Wer ist wirklich in Gardels Mausoleum in Buenos Aires bestattet, das zur Pilgerstätte für Millionen wurde? Ein Roman um ein Leben, das es nie wirklich gab und dem keine Biografie gerecht werden kann. Eine Geschichte um Musik, Freundschaft, Ruhm und Verehrung, aber auch um Inzest, Prostitution, Mord und Spionage. Horacio Vazquez-Rial erzählt von der Schaffung einer Kultfigur, die wie Evita zur Ikone eines Volkes wurde, und von dem Menschen dahinter, der irgendwo auf dem Weg dorthin auf der Strecke blieb.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.10.2006

Bestnoten vergibt Rezensent Kersten Knipp an diesen Roman über den legendären Tangokünstler Carlos Gardel. Informativ, ergreifend und spannend wie in einem Krimi fand er darin dessen dunkle Herkunft als Spross eines Vater-Tochter-Inzests, seine komplette Neuerfindung und schließlich seinen sorgfältig geplanten Werdegang an die Tango-Weltspitze geschildert. Knipp zufolge stützt sich die Darstellung des spanisch-argentinischen Schriftstellers Horacio Vazquez-Rial auf Ergebnisse der Gardel-Forschung, sei jedoch reine Literatur. Als Kunstgriff beschreibt der Rezensent in diesem Zusammenhang, dass sich der Autor als Protagonisten einen Journalisten wählt und ihn auf Recherchetour in Sachen Gardel schickt. Vazquez-Rial kann den Rezensenten immer wieder mit seiner Fähigkeit begeistern, Vergangenheit zum Leben zu erwecken, sie sinnlich zu machen und doch mit "wacher Intelligenz" auszuleuchten.
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