2 CDs mit 161 Minuten Laufzeit. Gelesen von Sandra Quadflieg und Iris Berben. "Liebe liebe Christa schön daß Du noch hier geblieben bist auf dem beknackten Planeten!" Zwei Autorinnen von internationalem Rang sind fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders. Streng und verspielt, heiter und verzweifelt, schnoddrig und ehrlich - Sarah Kirsch und Christa Wolf beim Schreiben und Leben zuzuhören ist ein Geschenk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2021
Ausdrücklich lobt Rezensentin Irene Bazinger die Buchfassung dieses Briefwechsels zwischen Sarah Kirsch und Christa Wolf als "editorisch hervorragend", denn an der Einlesung hat sie umso mehr auszusetzen. Sie stört der große Altersunterschied der Schauspielerinnen, die schon durch ihre Stimmen eine Rollenverteilung zwischen Girlie und Mütterchen vorlegen, die sie im Sprechgestus ausspielen, findet die Kritikerin - während die Schriftstellerinnen nur acht Jahre Altersunterschied trennte. Außerdem fehlen, je weiter man in der Lesung zeitlich fortschreitet, all jene in der Buchedition vorhandenen, aufklärenden Hinweise zu Geschichte und Alltag der DDR; auch ein gewisser giftiger Witz - aus Sarah Kirschs "Spülfülm" wird "Spielfilm" - geht verloren. Als endlich die räumliche Entfernung zwischen Wolf und Kirsch eingetreten und schließlich die Wiedervereinigung der zwei Länder geschehen ist, werden die zu Tage tretenden Brüche und schließlich das bittere Ende der Freundschaft weiterhin sträflich zugekleistert, findet die verärgerte Kritikerin.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…