Sara Gmuer
Achtzehnter Stock
Roman

Carl Hanser Verlag, München 2025
ISBN 9783446282780
Gebunden, 224 Seiten, 22,00 EUR
ISBN 9783446282780
Gebunden, 224 Seiten, 22,00 EUR
Klappentext
Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Ganz anders. Statt auf Filmdrehs und Premieren verbringt sie die heißen Sommertage im Hof einer Berliner Platte, wo sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock wohnt. Der Lift ist defekt und das Treppenhaus ein einziges Funkloch, in dem man, wenn man Pech hat, das ganze Leben verpasst. Am anderen Ende der Stadt scheint dagegen alles möglich. Als Wanda eine einmalige Chance bekommt, taucht sie ein in eine Welt, in der Geld keine Rolle spielt und Türen immer offenstehen. Doch wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2025
Dieser Roman von Sara Gmuer rutscht leider bei der Entwicklung seiner Protagonistin ein wenig zu sehr ins Klischeehafte ab, hält Rezensent Rainer Moritz fest: Wanda zieht mit ihrer kleinen Tochter Karlie in einen heruntergekommenen Plattenbau an der Frankfurter Allee, eigentlich, fühlt sie, passt sie als Schauspielerin dort nicht so ganz hin. So richtig will es nicht klappen mit der Karriere, Wanda verbündet sich mit anderen Müttern aus der Siedlung, bis doch noch ein "Ausbruchsversuch" in Richtung Filmstar-Dasein passiert, so Moritz. Dass Gmuer dem schroffen Ton ihrer Geschichte "selbst aber zu wenig zutraut", missfällt dem Kritiker ebenso wie die kalenderspruchartigen Weisheiten und die letztendliche Rückkehr der Protagonistin in den Plattenbau, in den Schoß der selbstgewählten Familie, wie er abschließend betont.
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