Anna Mayr

Geld spielt keine Rolle

Cover: Geld spielt keine Rolle
Carl Hanser Verlag, München 2023
ISBN 9783446275898
Gebunden, 176 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Nach ihrer Streitschrift 'Die Elenden' schreibt sie radikal persönlich über das Thema Geld und die innere Zerrissenheit angesichts ihrer eigenen Verschwendung.Geld gab es in ihrer Familie immer zu wenig. Als Kind fragte sie sich deshalb, wie manche achtlos hunderte Euro für Taschen, Schuhe, Steaks ausgeben können, während es gleichzeitig so viele Menschen gibt, für die 100 Euro ein kleines Vermögen sind. Inzwischen ist sie selbst eine von denen geworden, die verschwenderisch Geld ausgeben: 60 Euro für einen Skipass, 225 Euro für eine Katzentherapeutin, 748 Euro für ein Brautkleid. Immer noch rechnet sie die Beträge beim Bezahlen in Hartz-IV-Regelsätze um. Ganz offen erzählt Anna Mayr von ihrer eigenen Bürgerlichwerdung. Doch je willkürlicher die Summen werden, die sie bereit ist zu zahlen, desto mehr sehnt sie sich nach einer Handlungsoption, nach einem Ausweg aus der Zerrissenheit. Wie hält man das Leben aus, wenn man sich selbst am liebsten enteignen würde?

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 03.04.2023

Gut gelaunt und mit Witz rezensiert Eva Biringer Anna Mayrs Buch über Geld und darüber, wie es für sie als eine Art Aschenputtel ist, aus armen Verhältnissen zu kommen und jetzt zu den oberen Einkommenskategorien zu gehören. Biringer bewundert dabei vor allem die Schonungslosigkeit der Autorin, die eigene Position zu hinterfragen und mit Hinblick auf teure Möbel und fancy Essen, Dinge, die sie sich als nun wohlhabende Frau mittlerweile leisten kann, zu sagen: "Viele Dinge, die ich mache, sind Quatsch." Ehrliche Bekenntnisse dazu, dass Geld einen selbst und die sicher geglaubten politischen Auffassungen verändert, freuen die Rezensentin und leiten auch sie an, das eigene Verhalten zu überdenken. Dass das Buch das vermag, mache Mayr einmal mehr sympathisch.

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