Jacinta Nandi

Single Mom Supper Club

Roman
Cover: Single Mom Supper Club
Rowohlt Verlag, Hamburg 2025
ISBN 9783498007195
Gebunden, 320 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Zwei Britinnen, zwei Deutsche, viermal alleinerziehend und ein großer Kulturclash: Kayla, Tamara, Anja und Nana sind befreundete Mütter, die einander ebenso scharfzüngig kritisieren wie bedingungslos unterstützen. In bissig-humorvoll erzählten Episoden folgen wir den Frauen und ihren Kindern durch ihren Alltag, von Kindergeburtstag mit Kokain im Familienbadezimmer bis zum Elternabend mit Crush auf den neuen Klassenlehrer: Britin und Wahl-Berlinerin Nandi erzählt in ihrem neuen Roman von einem Leben unter Deutschen, von den bürokratischen Hürden für Alleinerziehende, von Generationskonflikten unter Müttern, von Klasse und Herkunft - und vom Trost, den man an den unmöglichsten Orten findet.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 05.07.2025

Für die Rezensentin Marie-Luise Goldmann liest sich Jacinta Nandis Roman wie eine "vor Zeitgeistigkeit strotzende Szene-Reportage": Lustige Dialoge, ein Supper Club aus Müttern und die Frage, wie viel political correctness möglicherweise zu viel ist. Goldmann freut sich über den schwarzhumorigen Blick, mit dem Nandi sich allen Figuren gleichermaßen widmet, egal ob deutsche Männer oder Expat-Feministinnen, die sich in der Hoffnung auf das große Erbe an Rentner heranmachen, die sich dann doch als verschuldet herausstellen. Nandi charakterisiert Deutschland als Land, in dem Kohlrabi-Hummus unerklärlicherweise legitim ist und die Bäume die Nazizeit miterlebt haben - spaßig und treffend, findet die Kritikerin.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 24.06.2025

Rezensentin Julia Schröder spürt, dass die britische in Berlin lebende Autorin Jacinta Nandi ein "Kult"-Buch schreiben wollte. Nur geht der Schuss leider nach hinten los, seufzt die Kritikerin. Wenn ihr die Autorin hier von vier alleinerziehenden Berliner Müttern, darunter drei Britinnen erzählt, die sich entweder mit prekären Jobs herumschlagen, oder ein instagramtaugliches Leben samt Prada-Taschen und viel Koks führen, gibt es durchaus Momente, in denen Schröder schmunzeln muss. Durchaus vielschichtig findet die Kritikerin auch die älteren Mütter gezeichnet. Aber wenn die Autorin allzu viele Deutschen-Klischees bemüht und dabei dümmliche "Bonmots" zum Holocaust bringt, steigt die Rezensentin aus.

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