Aus dem Dänischen von Sigrid Engeler. Kann ein Einzelner mit Idealismus und Engagement die Armut in der Welt bekämpfen? Als der Erzähler dieser Geschichte erfährt, dass man nur 33 Cent täglich braucht, um das Leben eines afrikanischen Kindes zu retten, beschließt er zu handeln. Er jobbt im Supermarkt, sammelt Spenden und verkauft die Hälfte seiner Sachen. Er will Zivilcourage zeigen. Dafür nimmt er sich - wie Robin Hood - auch von denen, die zu viel haben. Er stiehlt und plündert das Konto seines Vaters. Mit seiner Freundin und einem Kühlwagen voller Lebensmittel bricht er schließlich nach Afrika auf. Doch der naive Glaube an ihre gute Tat führt sie direkt ins Unglück. Ein wichtiges Jugendbuch über Gerechtigkeit und den Mut zu helfen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.03.2013
Tief getroffen von der Ungerechtigkeit in der Welt, ist der 14-jährige Protagonist zu Vielem bereit, fasst Angelika Overath die Handlung von Louis Jensens Jugendbuch "33 Cent - um ein Leben zu retten" zusammen: Er geht während der Schulzeit arbeiten, stiehlt und bricht schließlich sogar mit einem Wagen voller Lebensmittel nach Marokko auf, wo die euphorisch begonnene Geschichte eine ernste Wendung nimmt. "Das Buch will und wird aufrütteln", da ist sich die Rezensentin sicher. Allerdings findet sie schade, dass es manchmal oberflächlich bleibt und unlogische Erzählmomente hat. So hätte sie sich gewünscht, dass Jensen die Frage nach der Gleichgültigkeit gegenüber der Armut im Nachbarkontinent noch weiter vertieft. Ihr Vorwurf, dass der Protagonist zu sehr aus dem Bauchgefühl handle und zu wenig die dafür verantwortlichen Strukturen hinterfrage, ist allerdings ein recht hoher Anspruch an einen Pubertierenden.
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