Desorientierung herrscht oftmals nicht nur bei den Studierenden an deutschen Universitäten, sondern auch bei Doktoranden. Der vorliegende Promotionsratgeber trägt mit einem speziell auf die Doktoranden der Philosophischen Fakultät zugeschnittenen Konzept dazu bei, diese Informationslücke zu schließen. Die Autoren dieses Bandes sind prüfungsberechtigte Dozenten und Wissenschaftler, die von ihrer langjährigen Erfahrung ausgehend Hilfestellungen für die praktische Durchführung des Promotionsvorhabens geben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2002
Für eine "sonderbare menschliche Beschäftigung" hält der Rezensent Ronald Kany die Arbeit an einer geisteswissenschaftlichen Doktorarbeit. Und wie er über die Probleme schreibt, die sich dabei ergeben ("Erschöpfung im tosenden Meer der Thesen und Theorien", "Höllenqualen des Schreibens") - das klingt doch sehr nach eigener Anschauung. Nun aber gibt's Hilfe, in Form dieses Ratgebers. Der erste Vorschlag: die Frage nach dem Warum des eigenen Tuns klären. Dann ein passendes Thema finden. Ein Aufsatz veranschaulicht den "Nutzen des ersten Exposes", ein anderer die "vernünftige Zeitplanung". Alles sehr sinnvoll, findet Kany, freilich wird eines der schwierigsten Probleme kaum erwähnt: der Doktorvater bzw. die Doktormutter. Das Buch, scheint es, kommt ihm nicht dumm vor, unverzichtbar allerdings auch nicht. Kleiner Hinweis am Rande: Der Ratgeber ist ganz auf die Verhältnisse an der Düsseldorfer Fakultät zugeschnitten.
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