Rutger Kopland

Dank sei den Dingen

Ausgewählte Gedichte 1966-2006
Cover: Dank sei den Dingen
Carl Hanser Verlag, München 2008
ISBN 9783446230712
Gebunden, 87 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Mirko Bonne und Hendrik Rost. Wahrnehmung und Versprachlichung, Trennung und Liebe - das sind die Hauptthemen der Dichtung von Rutger Kopland. Dabei sind seine Gedichte keine Speicher melancholisch-sentimentaler Betrachtungen der Vergänglichkeit, sondern immer unverrückbar in der Gegenwart verankert. Kopland, 1934 in Goor geboren und emeritierter Professor für Psychiatrie, zählt zu den bedeutendsten Lyrikern der Niederlande.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2009

Als "metaphysische Wohltat" bezeichnet Marica Bodrozic die Gedichte des emeritierten Psychiatrie-Professors Rutger Kopland. Was die Sprache dieses Dichters als eine Art Vermittler zwischen uns und der Erinnerung vermag, lässt Bodrozic staunen. Das "Niemandsland jenseits von Raum und Zeit", in das sie die Texte führen, macht der Rezensentin keine Sorge. Koplands Sprache erscheint ihr leichtfüßig genug, um der Verlorenheit Traurigkeit und Schönheit zugleich abzugewinnen. Die eröffnete Leere offenbart sich der Rezensentin sogar als Ort möglicher Ankunft. Das von J. M. Coetzee beigesteuerte Nachwort weist in diese Richtung, erklärt Bodrozic, wenn der Nobelpreisträger das Geheimnis feiert. Und wenn sich das lyrische Ich bei Kopland als Pferd imaginiert, empfindet die Rezensentin diese Freiheit der Transformation als betörend.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2009

Wieviel Verstörendes noch das Vertrauteste beinhaltet, lässt sich Martin Zingg von diesem Autor gerne beweisen. Die dafür ausschlaggebende Hartnäckigkeit und Strenge, mit der Rutger Kopland hinsieht und formuliert, machen dem Rezensenten mächtig Eindruck. Die vorliegende deutsche Auswahl mit Gedichten aus 40 Jahren begrüßt er auch als Möglichkeit, den Veränderungen im Werk des Dichters nachzuspüren. Durchweg jedoch erscheint ihm Kopland als Meister der Lakonie und des spröden sprachlichen Ausdrucks. Grenzt diese für ihn auch mitunter ans "vermeintlich Banale", so weiß er doch zugleich auch um die durchaus zugängliche philosophische Tiefe Koplands in seinen jüngeren Texten.
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