Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Wenn David und Anton, zwei Jungen aus ganz unterschiedlichen Stadtvierteln, in perfekter Harmonie über den Fluss gleiten, sind sie wenigstens zwei Sommer lang zu einer idealen Einheit verschmolzen. Ein Buch über das Glück, das selbst ein Glücksfall ist, so melancholisch, so zart in seiner Beschreibung des Wassers und der Freundschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.11.2000
Bei H.M. van den Brinks Buch "Über das Wasser" handelt es sich um die faszinierende und ungewöhnliche Beschreibung einer Freundschaft zweier Jungen zur Zeit des Nationalsozialismus, schreibt Rezensent Hermann Wallmann und bezeichnet das Buch als "eine wunderbare Bereicherung nicht nur der niederländischen Literatur". Der Text sei in jeder Hinsicht besonders: Es ist eine Novelle, deren Rahmen die Erinnerung eines Jungen an eine unwiederbringliche Zeit bildet. Anton hatte sich mit seinem jüdischen Freund David im Zweier auf die Olympischen Spiele vorbereitet, bevor die politischen Veränderungen alle Pläne vernichteten. Das Faszinierende, so der Rezensent, ist, dass die Novelle mit winzigen biografischen Daten auskommt, insgesamt jedoch buchstäblich "`über das Wasser` - und über das Rudern" erzählt. Mit diesen Mitteln gelinge es van der Brink, das Verhältnis von Anton und David, der eine aus kleinbürgerlichem Haus, der andere aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, als eine Art Symbiose darzustellen, ohne dabei in die Parabel abzugleiten.
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