Ruprecht Polenz

Wie ein Volk den Verstand verliert

- und was wir dagegen tun können
Cover: Wie ein Volk den Verstand verliert
C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN 9783406846113
Gebunden, 174 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Demokratie ist auf ein urteilsfähiges Wahlvolk angewiesen. Dazu gehört, Tatsachen von Meinungen unterscheiden zu können. Der ideale Untertan ist jemand, für den es nicht mehr darauf ankommt, ob der Herrscher lügt oder die Wahrheit sagt, hat schon Hannah Arendt analysiert. Wird das die allgemeine Einstellung, ist Kritik nicht mehr möglich. Das Volk hat seinen Verstand verloren. Das neue Buch von Ruprecht Polenz analysiert, wie die Angriffe auf die Wahrheit durch die Algorithmen von Social Media unterstützt werden. Es macht Vorschläge, wie wir das System der Wahrheitsfindung stärken können und gibt Tipps, die uns davor schützen, selbst den Verstand zu verlieren. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.08.2026

Ruprecht Polenz war zwanzig Jahre lang Bundestagsabgeordneter und noch immer ist er in sozialen Medien sehr aktiv dabei, das politische Geschehen zu kommentieren, weiß Kritikerin Claudia Henzler. Aktuell sieht er die Demokratie in Gefahr, weil nicht mal mehr grundlegende Maßstäbe als sicher gelten können. Etwas zu ausführlich für Henzler beschreibt er im ersten Teil seines Buches die Lage was Desinformation durch Populisten angeht und die Angriffe auf die Pressefreiheit durch AfD und Trump. Interessanter findet sie seine Handlungsvorschläge etwa für eine "demokratisch legitimierte Aufsicht" sozialer Medien, damit deren Algorithmen nicht immer nur extremen Empörungslogiken folgen, außerdem wünscht er sich, dass der öffentlich-rechtliche Journalismus gestärkt wird und werbefreie digitale Räume ermöglichen kann. Seine Analysen sind nicht unbedingt neu, aber auf jeden Fall zutreffend, schließt die Rezensentin. 

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