Schlesien - eine Landschaft, die einem oftmals als Projektionsfläche der wehmütigen Erinnerungen von Eltern oder Großeltern erscheinen will; Galizien - einst das kulturelle Herzstück des alten Mitteleuropa, zerstört durch Holocaust, Krieg und Diktatur - Sinnbild einer versunkenen Welt. Roswitha Schieb unternimmt eine Reise und schenkt den Lesern einen kenntnisreichen, poetischen Text, der Schlesien und Galizien auch für uns in die Gegenwart holt, ohne die Vergangenheit zu verdrängen
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2001
So löbliche Kritiken werden wirklich selten veröffentlicht. Der Rezensent Rolf-Bernhard Essig findet absolut nichts an Roswitha Schiebs literarischem Reisebuch auszusetzen. Anregend, klug und augenöffnend habe sich die Germanistin und Kunsthistorikerin vorbehaltlos und alles andere als nationalistisch auf eine Spurensuche nach deutsche Wurzeln in Schlesien und Galizien begeben. Dabei zeigt sie nicht nur ihr reichhaltiges Wissen, sondern vermag es auch, den Leser zu begeistern und seine Gefühle anzusprechen, lobt Essig. Fasziniert ist er auch von Schiebs Sprache. Komplizierte Sachverhalte stelle sie gut verständlich da und einfache Passagen seien stets lehrreich.
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