Ror Wolf

Raoul Tranchirers Notizen aus dem zerschnetzelten Leben

Cover: Raoul Tranchirers Notizen aus dem zerschnetzelten Leben
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783895613265
Gebunden, 348 Seiten, 298,00 EUR

Klappentext

Ein einzigartiges Werk ist (vorläufig) vollendet: Raoul Tranchirers "Enzyklopädie für unerschrockene Leser" wird ergänzt und erweitert durch "Raoul Tranchirers Notizen aus dem zerschnetzelten Leben", einen aufwendig gestalteten und durchweg farbig gedruckten großformatigen Band enzyklopädischer Prosa und Collagen: Schlussstein aus der Werkstatt von Ror Wolf, ein Werk der Buchkunst, gefertigt bei ersten Adressen der Druckkunst und der Buchbinderei.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2015

Hymnisch bespricht Rezensent Michael Lentz Ror Wolfs Band "Raoul Tranchirers Notizen aus dem zerschnetzelten Leben", der nun als finale Ergänzung zu seiner "Enzyklopädie für unerschrockene Leser" erschienen ist. Hingerissen begibt sich der Kritiker in die Lektüre der knapp zweihundert Prosastücke, die in der Anordnung von A bis Z menschliche, tierische und kosmische Innen- und Außenwelten durchforsten, dabei sprachlich ebenso cool wie kunstvoll daherkommen, noch in den Leerstellen den Imaginationsraum der Leser bewegen und dem Rezensenten schlichtweg wie "Romane in Pillenform" erscheinen. Und dann sind da natürlich noch die grandiosen Bildcollagen Ror Wolfs. Dieses Buch ist eine "berauschende Kostbarkeit", schwärmt Lentz, der hier nicht zuletzt Buchdruckkunst entdeckt, die jedem E-Book die Grenzen aufzeigt.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.01.2015

Ganz außerirdisch kommen Tim Caspar Boehme die Texte von Ror Wolf regelmäßig vor, so auch dieser Band, mit dem der Autor seine Reihe enzyklopädischer Bücher von Raoul Tranchirer um ein weiteres ergänzt. Dabei handelt es sich um Bücher, in denen unter allerlei Stichwörtern das Alltägliche in "einer besonderen Form der abwegigen Vollendung" auf skurril-unterhaltsame Weise verfremdet wird, erklärt der Rezensent. Auffällig am vorliegenden Band ist vor allem, schreibt Boehme, dass es hier um verschiedene Formen der Nahrungsaufnahme geht, immer wieder auch der Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt wird und dass der bislang kultivierte, trocken-witzige Lexikonstil zusehends einer subjektivierten Schreibweise weicht. Atemberaubend schön findet der Kritiker allerdings die Illustrationen und Collagen, mit denen der Autor einige Stichwörter versehen hat, die zusammen mit der exquisiten Ausstattung dieses bibliophilen Buches wohl auch der Grund für dessen saftigen Preis sind. Alles in allem: Ein Band, dessen Lektüre Boehme "reichlich belohnt" hat.
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