Kurt Bracharz

Für reife Leser

Cover: Für reife Leser
Haymon Verlag, Wien 2009
ISBN 9783852185880
Gebunden, 286 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Kurt Bracharz ist Anhänger einer Buchreligion - jenes polytheistischen Glaubens, dessen heilige Schriften "Don Quijote", "Moby Dick", "Berlin Alexanderplatz", "Lolita" oder "V" heißen, der überzeugt ist, dass ein Buch mehr ist als mit unterhaltsamen Geschichten bedruckte Seiten. Der süchtige Leser hat ein Jahr lang über das geschrieben, was er gelesen hat; er wandert von Herman Melville zu William S. Borroughs, von James Joyce zu Henri Michaux, von Alfred Döblin zu Don DeLillo. Doch seine Notizen und Randbemerkungen, Reflexionen und Assoziationen sind weit mehr als ein schlichtes Lesetagebuch: "Für reife Leser" ist es ein Ausbruch bibliophiler Leidenschaft, ein Genuss für alle, die selbst schon einige Lesefrüchte in ihre Scheune eingebracht haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2009

Angetan zeigt sich Rezensent Jan Wiele von Kurt Bracharz' Lesegeschichte, ein Buch über das Lesen auch im Sinne von Interpretieren, geht es doch nicht nur um Bücher, sondern auch um Filme. Zu seiner Freude beschränkt sich Bracharz keineswegs auf die angekündigte Behandlung von zwölf Büchern, die für seine Biografie von Bedeutung waren, sondern verarbeitet letztlich weit mehr als hundert Bücher und zahllose Filme. Dass es beim Kommentieren und Kritisieren nicht immer geradeaus in eine Richtung geht, macht für ihn das Buch besonders reizvoll. Bracharz, so Wiele, "sudelt, wie es die großen Aphoristiker seit Lichtenberg tun, er verfranst sich heillos und feiert dann den Umweg". Mit Lob bedenkt er auch den Humor des Autors. Nicht zuletzt schätzt er das Buch, weil es für ihn implizit eine Antwort auf die Frage gibt, was heute überhaupt erzählen bedeutet. Brachnarz jedenfalls wird für Wiele in seiner genreüberschreitenden Prosa zum Erzähler.
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