Die Panzerschlacht bei Kursk im Sommer 1943 war eine der größten Schlachten der Kriegsgeschichte, an der etwa drei Millionen Soldaten mit mehr als 10.000 Panzern und Selbstfahrlafetten sowie 8.000 Flugzeugen teilnahmen. Obwohl Kursk bis heute als eine der Entscheidungsschlachten des Zweiten Weltkriegs gilt und schon zahlreiche Bücher darüber geschrieben wurden, gibt es über zentrale Entscheidungen im Vorfeld der Schlacht und über die Kämpfe im Sommer 1943 erstaunlich viele falsche Informationen und Legenden. Roman Töppel beschreibt in seiner Studie vor allem Entwicklungen und Begebenheiten der Kursker Schlacht, die bislang kaum bekannt sind oder denen nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Er präsentiert dem Leser neue, zum Teil überraschende Forschungsergebnisse und setzt damit der noch heute anhaltenden Legendenbildung um diese Schlacht gründlich recherchierte Fakten entgegen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2017
Rolf-Dieter Müller lässt sich von Roman Töppel einige Mythen der sowjetischen Kriegsgeschichtsschreibung schlüssig widerlegen. Die Schlacht von Kursk kann ihm der Zeithistoriker anhand von akribischen Quellenstudien und ganz ohne Dramatisierung dokumentieren. Auch für Laien gut lesbar zeichnet die Studie laut Müller die Schlachtvorbereitungen auf beiden Seiten kenntnisreich und übersichtlich mit Hilfe von Kartenmaterial und Abbildungen nach. Taktische Fehler der Truppenführung analysiert der Autor für Müller ebenso gekonnt wie er den Zusammenprall der deutschen und der sowjetischen Truppen mit Fokus auf der mittleren Führungsebene beschreibt.
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