Im Mittelpunkt der beiden Abschlussbände der renommierten Reihe "Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg" steht das Kriegsende in Deutschland 1945. Die militärischen Ereignisse an Ost- und Westfront sowie die alliierte Bomberoffensive führten im Frühjahr 1945 in die totale Niederlage und zu den größten Verlusten in der deutschen Geschichte. Bereits der Rückblick auf die deutsche Seekriegführung seit 1943 zeigt die Aussichtslosigkeit und den Realitätsverlust eines sinnlosen "Endkampfes". Das moralische und politische Versagen der Wehrmachtführung erreichte während dieser Katastrophe seinen Höhepunkt. In der Agonie des Zusammenbruchs waren die Folgen für Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsgefangene besonders verheerend.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2008
Als eine der großen Leistungen heutiger Geschichtswissenschaft bezeichnet Klaus-Dietmar Henke die zehn vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt besorgten Bände "Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg". Den abschließenden von Rolf-Dieter Müller herausgegebenen zehnten Band schätzt er für seine Nüchternheit, sein hohes Niveau und seine Ausgewogenheit bei der Behandlung politischer, ökonomischer, sozialer, militärischer und weiterer Wirkungsfaktoren. Henke erfährt, wie hoch die militärische Effizienz der Wehrmacht war, dass der Krieg im Osten als Vernichtungskrieg geplant war und inwiefern das Kriegsende die Nachkriegsgeschichte mit Flucht und Verteibung, Wiederaufbau und Teilung einleitete. Auch wird ihm der Nationalsozialismus von seinem Ende her erst ganz verständlich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2008
Zu Joachim Käppners Befriedigung ist nun das vom Militärischen Forschungsamt herausgegebene Riesenwerk zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit diesen beiden Bänden zum Kriegsende abgeschlossen, auch wenn die militärhistorische Aufarbeitung des Krieges seiner Ansicht nach ein bisschen spät kommt. Lange, so Käppner, hielten Historiker des Militärgeschichtlichen Forschungsamts an überlieferten Legenden zur angeblich "sauberen Wehrmacht" fest und sind erst mit dieser 10-bändigen Weltkriegsgeschichte ganz auf der "Höhe der Forschung" angekommen. Die vorliegenden Bände, die das letzte Kriegsjahr untersuchen, machen nicht nur unmissverständlich die brutale Vorgehensweise, die die Wehrmacht mit ihren Standgerichten und starrsinnigen Durchhaltestrategien vielerorts auch gegenüber der deutschen Bevölkerung zeigte, deutlich. Gleichzeitig räumen die Autoren mit gängigen Verurteilungen des alliierten Bombenkrieges als militärisch unsinnig und allein aus Rache geführt a la Guido Knopp oder Jörg Friedrich auf. Weniger beeindruckt zeigt er sich vom allzu abstrakten und trockenen Duktus der Autoren, der die Lektüre unnötig erschwert und er hat zudem die Sorge, dass der gewaltige Umfang dieser, wie er betont, insgesamt sehr empfehlenswerten beiden Bände - zusammen sind es mehr als 1700 Seiten - Leser abschrecken wird.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…