Mit 19 Abbildungen, einer Übersicht und 12 Tabellen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.07.2000
Klaus P. Weinert hat diese Studie offensichtlich mit einigem Gewinn gelesen. So werde beispielsweise deutlich, welchen Einfluss das Bevölkerungswachstum in den Vereinigten Staaten (durch den damit verbundenen stärkeren Konsum) auf den langanhaltenden Aufschwung dort hat - ein Aspekt, den der Rezensent in der deutschen Debatte bisher vernachlässigt sieht. Darüber hinaus werden, so Weinert, auch andere Faktoren für den amerikanischen Wirtschaftsaufschwung aufgelistet, beispielsweise der Abbau des Staatsdefizits, die niedrige Inflation und die zurückhaltende Lohnentwicklung bzw. die Lohnspreizung. Die Probleme in Deutschland seien vor allem in der Geldpolitik der EZB zu suchen, "die für ganz Europa handeln muss", so der Rezensent. Die Studie (die sich seiner Ansicht nach allerdings nicht immer gut liest) verdeutliche vor allem, dass sich die "wichtigsten Institutionen in den USA abgestimmter verhalten haben" als in Deutschland. Gerade in der Finanz- und Geldpolitik scheint dem Rezensenten der in den USA vorherrschende Wunsch nach Konsens - anders als die konfliktreichen Debatten in Deutschland - besonders vielversprechend als Voraussetzung für einen dauerhaften Aufschwung.
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