Wachstum, "Beschäftigungswunder" und Abbau der wirtschaftlich-sozialen Polarisierung kennzeichnen den Wirtschaftsboom der USA in den 90er Jahren. Nach dem hier entwickelten "Main-Street-Modell", das quer zum gängigen "Wall-Street-Modell" liegt, waren technologische Innovation, öffentliche Investitionen und eine Politik der Nachfrageexpansion die Grundlagen dieses Booms. Diese Lektionen der 90er Jahre eröffnen uns heute die Chance, Wachstum und sozialen Ausgleich auf Dauer zu verbinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2003
Keine geringeren Fragen suchen die Autoren zu beantworten als die, "wie man Wohlstand erzeugt und wie man ihn verteilt". Sie beginnen erst einmal mit einem Rückblick auf die amerikanische Wirtschaft der letzten fünfzig Jahre sehen darin zwei unterschiedliche Konzepte wirksam: das "Main Street Modell", das die Wirtschaft durch Staatsausgaben und Stärkung der unteren sozialen Schichten zu stärken suchte und das "Wall Street Modell", das auf Senkung der Staatsausgaben setzt. Was folgt, ist ein Ausblick in die Zukunft. Er gründet auf dem Argument, dass die derzeitigen Erfolge sich der rechtzeitigen Investition in die "wissenschaftliche Grundlagenforschung" verdanken. Ihr Schluss: Investitionen in diesem Bereich machen sich doppelt bezahlt, durch die Förderung innovativer Produkte und durch die Ermutigung der privaten Investoren. Der Rezensent Benedikt Köhler beklagt nur, dass der historische Rückblick, wiewohl nicht uninteressant, im Verhältnis zum Ausblick allzu breiten Raum einnimmt.
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